Wildling - Kritik


Wildling

US · 2018 · Laufzeit 88 Minuten · FSK 16 · Drama, Fantasyfilm, Horrorfilm
Du
  • 7

    Atmosphärisch dichter Mix aus "When Animals Dream", "Spring" und "Raw". Einen Horrorfilm sollte man hier allerdings nicht erwarten. Wie auch schon die beiden Erstgenannten, ist "Wildling" wahrscheinlich am ehesten als Fantasydrama zu bezeichnen. Man kann das Ganze sicher auch als ein abstraktes Drama über die Schwierigkeiten der Frauwerdung eines Mädchens betrachten, doch ist der Plot zu spezifisch konstruiert, sodass der Film selbst immer wieder darauf hindeutet, dass er genau das sein möchte, was er bereits an seiner Oberfläche zu erkennen gibt. Im Vergleich zu "WAD" und "Spring" fehlt es ihm daher für meinen Geschmack ein wenig an Gravitas, doch gleicht er das durch eine wunderbare Bildauswahl, seine oftmals märchenhafte Atmosphäre und tollem Schauspiel von Bel Powley fast wieder aus.
    Wer auf diese Art von Fantasydramen steht, der macht mit "Wildling" sicher nichts verkehrt. In der letzten Einstellung wurde das Raumklima hier plötzlich so trocken und meine Augen wurden ganz feucht... *hust*

    7 von 10 pelzige Sexualakte

    5
    • 7

      Welcher Film hatte jemals keine Schwächen oder Kritikpunkte? Auf Grund dessen das es immer verschiedene Leute sind, mit momentanen unterschiedlichen Empfindungen und Gefühlslagen, bleibt das nunmal nicht aus. Oftmals werden Filme auch kurz geschnitten und dies verursacht dann eben Logiklöcher.
      Für mich war es kein schlechter Film, eher ein Märchen in einer dauernd währenden, eigenen und größtenteils düsteren Atmosphäre.
      Schauspielerisch gut besetzt, gute Synchro und auch ansonsten, zumindest ein Mal, sehenswert.

      • 7

        Eine Jugendliche entdeckt mit Schrecken die Welt da draußen und ihren eigenen Körper. Die Kombination aus Coming of Age und monströsen Elementen ist nicht neu, die Gleichsetzung mit dem jugendlichen Erwachen auch nicht sonderlich subtil. Dafür ist „Wildling“ atmosphärisch und in der Hauptrolle brillant besetzt.

        1
        • 6 .5
          Der Siegemund 02.12.2018, 18:39 Geändert 02.12.2018, 22:55

          Die Story krankt natürlich an einigen Inkohärenzen und Erklärungslücken, die schwer zu füllen sind, aber insgesamt fand ich die Charaktere gut gewählt und sympathisch. Besonders hat mir die Sequenz gefallen als Anna die Gesellschaft erkundet, von der sie wenig Ahnung hat, nicht mal theoretisch. Auch das war nicht ohne Fehler, doch es waren ein paar schöne Ideen dabei, vorallem die Zerissenheit zwischen Natur und menschlicher Gesellschaft. Die Horrorszenen sind mit niedriger Intensität und werden Horrorfans nicht überzeugen, dafür haben wir eine Indie-Lovestory mit einem Turbo-Coming-of-Age in einem Setting mit Fabelwesen.

          12
          • 5 .5
            Klopapier 01.12.2018, 16:59 Geändert 01.12.2018, 17:01

            Irgendwas passt da nicht zusammen. Der FIlm wirkt so, als ob er von drei oder vier Leuten gemacht worden wäre. Story sehr unrund und der Versuch so eine Art Twilight für Erwachsene scheitert für mich. Obwohl er schon gut ist und schlecht, ja schwierig. ich glaube in der Nachbearbeitung hätte man mehr Zeit investieren sollen.

            1
            • 5 .5

              Naja, nicht wirklich spannend, oder interessant. Man bekommt zwar mal was anderes als das Übliche zu sehen, aber das wars dann auch schon. Wer etwas ruhiges sucht, kann mal vorbei schauen. Schlecht ist er weiß Gott nicht, aber halt auch kein Überflieger.

              3
              • 5

                Irgend eine Person in einer Facebook Filmgruppe: "Der Film ist richtig gut und was völlig neues."
                Ich so: "Der Film ist durchschnittlich und inhaltlich völlig altbacken."

                3
                • 6
                  Sylar81 25.11.2018, 23:04 Geändert 25.11.2018, 23:06

                  dbeutner vor mir hat es gut mit dem satz gesagt: ""Wildling" ist so ein Ding, wo ich alle zwanzig Minuten die Bewertung ganz neu ausrichten musste"

                  Klingt evtl. seltsam, nur ich hab mich in keiner Sekunde gelangweilt und hab mit Anna mit gefiebert. Hoff auf ein Teil 2.

                  Warum im leichten Spoiler:
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                  Erst ist es ein kidnapping/gefangen halten Film, dann ein Teenie lernt das leben kennen inkl. den negativen dingen Film und zum Ende hin ein Monster fangen bzw auf der Flucht Film.

                  • 6 .5

                    "Wildling" ist so ein Ding, wo ich alle zwanzig Minuten die Bewertung ganz neu ausrichten musste: Die ersten 20 Minuten sind zwar nicht wirklich übergroß, aber spooky und schon besonders. Dann der Wechsel in die Zivilisation, der sich allerdings extrem schnell als extrem langweilig herausstellt und die Chancen des Setups nicht im Ansatz ausnutzt. Dann geht es nach 20 Minuten wieder raus aus dem reinen Teenie-Drama, um dann nach weiteren 20 Minuten auch das eigentliche Sujet des Films zwar hinzustellen, aber wieder nichts draus zu machen.

                    Kurzum: Mehrmals dachte ich, dass das ja doch noch echt etwas werden könnte und war wirklich ein bisschen tiefer interessiert - und jedes Mal wurde das Interesse enttäuscht. Das ist zwar weniger als immer wieder erhofft, aber mehr, als sonst so mancher Billigheimer schafft. (Mit Liv Tyler ist es ja nicht mal sonderlich billig, auch wenn die Gute doch sehr in ihrem Rahmen bleibt.)

                    4
                    • 6

                      [...] Das sich im Fall von Wildling nicht von einer Spoiler-Attacke reden lassen kann wenn gewisse Details über den weiteren Verlauf sorglos ausgeplaudert werden dürfen, liegt leider am fertigen Film selbst. Der tut recht wenig dafür, als dass nicht jeder mitdenkende und halbwegs Genre-erprobte Zuschauer schon nach wenigen Minuten wüsste, auf was das hier hinausläuft. Das wird scheinbar auch erwartet, denn auf den Effekt eines Twists wird offenkundig nicht gebaut. Nur bleibt es zweifelhaft, ob wirklich schon so frühzeitig eigentlich alle Karten auf dem Tisch liegen sollten und ein Showdown heraufbeschworen wird, der dann nicht unbedingt die unfreiwilligen Erwartungen zu erfüllen vermag. Wildling könnte enttäuschen, wenn er sich auf die Rolle als verlässlicher, gewalttätiger Creature-Schlock oder hintergründig-offenbarendes Horror-Melodram festlegen müsste, denn beides beherrscht er nur rudimentär. Vermischt es und tendiert eindeutig in die zweite Richtung, nur hat da an dem Problem zu knabbern, dass die Konkurrenz oder eher Idole der letzten Jahre zu stark und prägnant waren. Die Bemühungen von Fritz Böhm sind aber aller Ehren wert, denn...

                      ... „Wildling“ verkommt niemals zum stumpfen Horror-Einerlei und präsentiert sich stätig als talentiert inszeniertes Fantasy-Märchen mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin (von Bel Powley darf man noch einiges erwarten, die kann was), dessen 80er-referenz-Effekte auch mehr den Möglichkeiten denn einer Hommage geschuldet sein könnten. Dafür aber toll gemacht, wesentlich besser als jedes CGI vom Mittelfeld des lieblosen Studio-Fließbandes. Der Film könnte eigenständiger, kreativer sein, keine Frage. Für das, was er abliefern will ist er aber sehr ordentlich und enorm sympathisch in seinem ganzen Vorgehen. [...]

                      10
                      • 5 .5

                        Bei seinem Fantasy-Horror-Drama legt Fritz Böhm eine Einführung hin, die als "Raum"-Variante so viel innere Abscheu auslöst wie das Original. Diese Vater-Tochter-Beziehung schickt dann auch gleich Brad Dourif ins Rennen, jenen kultigen und ausdrucksstarken Mimen, der ja wohl nur des Schönheitsideals wegen immer in die Fiesling-Ecke geschoben wurde.

                        An dieser Stelle versiegt der Vorrat an Überraschungs-Momenten dann aber auch schon. Und "Wildling" erzählt uns eine typische Wolfsmensch-Mär, die abermals eine bekannte Moral bedient: Du kannst das Mädchen aus der Wildnis holen, nicht aber die Wildnis aus dem Mächen.

                        So und nicht anders gestaltet sich die Selbstfindungs-Erfahrung der Hauptfigur Anna, die sich so gar nicht wie ihre Altergenossinnen verhält, sich in der Natur (die Wälder-Kulissen hat was von Bei-Twilight-um-die-Ecke-gedreht) am wohlsten fühlt und ausschließlich Fleisch als Nahrungsquelle bevorzugt.

                        Das gibt womöglich schon eine Ahnung davon, in welche Richtung sich das hier entwickelt. Und es sei zumindest vorgewarnt, dass da nicht derart viel mehr folgt, außer der Sache mit der Treibjagd.

                        Stoffe wie "Wildling" wollen eben auch immer mit ihrer emotionalen Komponente punkten, weswegen so mancher oder viele Punkte (und Figuren) nur angedacht wirken. Immerhin hat der Film mit Bel Powley eine wirklich engagierte Nachwuchs-Darstellerin in petto, die ihr Wolfskind mit Ausstrahlung erfüllt und gar nicht viel Worte zu verlieren braucht. Und ja, Liv Tyler ist als warmherziger Sheriff auch dabei (und gut wie immer).

                        Nur sonst verhält es sich bei "Wildling" eben so, dass gute Handarbeit in Sachen Cinematographie oder Effekten irgendwie befriedrigend wirken kann. Während der Rest, trotz guter Darsteller, immer irgendwo auf der Kippe stehen kann zwischen Mal-Gesehen und Schön-aber-egal.

                        3
                        • 5

                          1. Eine wirklich gelungene und starke Athmosphäre.
                          2. Starbesetzter Film. Daher schauspielerisch sehr gelungen.
                          3. Besonderst mochte ich die Darbietung der Anna. Verloren in der neuen Welt und deren Entwicklung. Hervorragend gespielt.
                          4. Optisch wirklich toll Dargestellt. Die düsteren aber kontrastvollen Farben. Zudem Handwerklich gut gemacht.
                          5. Am besten schaut man sich davor keinen Trailer an. Werden leider zu viele Details verraten.
                          6. Auch wenn es hier zum größten Teil ein Drama ist, hat es ein paar wenige Horrorelemente.

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                          • Wow, eben den Trailer auf Youtube gesehen und es wird einfach mal der KOMPLETTE TWIST verraten, womit man sich den Film fast sparen kann.

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                            • 6
                              ScV 02.07.2018, 15:17 Geändert 02.07.2018, 15:17

                              Sympathischer kleiner "Werwolf" Gruselfilm. Dourif und Tyler in typischen Rollen. Die Hauptdarstellerin macht ihre Sache durchaus gut. Ich würde nicht sagen, dass hier die ersten Minuten gut und der Rest dürftig sind. Der Film ist gerade noch insgesamt konsistent und man bekommt eigentlich, was man erwarten kann. Die insgesamt ruhige (Wald-)Atmosphäre macht viel aus. Kein hektischer C-Movie, der alles versucht und nichts liefert. Angenehmer Streifen für Zwischendurch.

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                              • 6

                                [...]Das Horrordrama WILDLING ist ein zweischneidiges Schwert, denn die ersten 45 Minuten sind Top, der Rest eher Flop. Man kann allen Beteiligten nicht vorwerfen in den ihnen zugewiesenen Bereichen nichts zu können. WILDLING macht in technischer Hinsicht einiges her, die Spezialeffekte sind nicht schlecht und auch die Schauspieler wurden hervorragend gewählt. Was leider etwas unglücklich entschieden wurde, ist der Ausgang der Geschichte. Der geht dann doch etwas sehr konventionelle Wege und macht von Werwolf-Elementen Gebrauch. Das ist dahingehend ärgerlich, weil der Film ganz unverbraucht beginnt und es dem Streifen mit allerlei Geheimniskrämerei gelingt die Neugierde des Publikums zu wecken. [...]

                                Eine komplette Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER.

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                                • 5 .5

                                  Gehoert zur Sparte der etwas "abgefuckten" Filme, die ich eigentlich mag. Hat schon einige Szenen drinn die abartig strange sind.

                                  Ich fand den Film durchaus gelungen, jedoch vergibt er in den letzten 30 Minuten einiges an Potenzial. Die ersten 60 Minuten fand ich wirklich gut gelungen.

                                  Alles in allem o.k.

                                  • 6

                                    Solider Teenager Film mit Mystery/Horror Elementen. Sehr genossen habe ich Brad Dourif. Wer ihn aus Raumschiff Voyager kennt, wird sich freuen ihn auch hier zu sehen.

                                    • 6 .5

                                      Wildling bietet eine düsterere, künstlerischere Perspektive auf ein klassisches Hollywood-Thema: den missverstandenen Teenager. [Noel Murray]

                                      • 6
                                        J.F.Lannister 20.03.2018, 10:16 Geändert 20.03.2018, 10:20

                                        "Have you ever seen a wildling?"
                                        "In my dreams."

                                        Das Mädchen Anna (Bel Powley) verbringt ihr gesamtes Leben im Dachboden eines Mannes (Brad Dourif), den sie nur als Daddy kennt und der ihr Gruselgeschichten von einem Wildling erzählt, der umgeht und Kinder frisst. Im Alter von 16 Jahren wird sie von der Polizistin Ellen (Liv Tyler) befreit, die Anna im Folgenden dabei hilft, ein normales Leben als Teenager zu führen und ihre Kindheit aufzuarbeiten.

                                        Der Trailer verspricht einen atmosphärischen Mysteryfantasyhorrorfilm in bester Shyamalan-Manier, leider wird hier mal wieder die gesamte Handlung verraten. Ich würde daher empfehlen, nur die ersten 70 Sekunden des Trailers zu schauen.

                                        http://www.youtube.com/watch?v=cfgvVsC2Vq8

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