Community Blog
Fairy Tail - Wer meine Kameraden verletzt, ist mein Feind!

Anime-Serien im Kino - Mein Abend mit Drachen, Feuer und Magie


Natsu
© Hiro Mashima, KODANSHA/FAIRY TAIL DC Movie Committee.
Natsu
moviepilot Team
Amon Sven Raabe
folgen
du folgst
entfolgen
What? No chit-chat or monologue? Just gettin' right to the point, huh?

Vergangenen Dienstag, den 31.07.2018, gingen die KAZÉ Anime Nights endlich in die nächste Runde. Nachdem wir uns von den kräftezehrenden Strapazen des Überlebenskampfes im dritten Attack on Titan-Recap-Movie erholt haben, geht es diesmal bedeutend fröhlicher zur Sache, ich möchte fast sagen, magischer. Gemeinsam mit Natsu und seinen Freunden von Fairy Tail begleiteten eine Freundin und ich die reisenden Magier auf ihrem neuesten Abenteuer, welches sie in ihrem zweiten Kinofilm Fairy Tail: Dragon Cry vor ihre bis dato größte Herausforderung stellen soll.

Ein Abenteuer voller Magie

Ein altes Artefakt, der sogenannte Dragon Cry, welches die Macht in sich birgt, ein gesamtes Land vom Antlitz der Erde zu tilgen, wurde aus Fiore gestohlen und in ein benachbartes Reich überführt. Natürlich kann diese Tat nicht toleriert werden. Deshalb erteilt ihr König höchstpersönlich Natsu und seinen Freunde den Auftrag, jenes Artefakt in ihren Besitz zu bringen und wieder wohlbehalten an seinen angestammten Platz zu bringen. Es gelingt unseren Helden zwar, Dragon Cry an sich zu nehmen, doch damit lenken sie die Aufmerksamkeit des Verräters und Diebes Zash Caine, eines dunklen Magiers aus Fiore, auf sich. Darüber hinaus werden sie ebenfalls von einer weitaus gefährlicheren Macht ins Visier genommen.

Die Geschichte ist nun, wenn ich ehrlich bin, nicht die ganz große Stärke des Films, denn die meisten Wendungen sind doch ziemlich vorhersehbar. Ähnlich flach wie die Story kommen leider auch die Bösewichte des Films daher, obgleich es im finalen Akt einen wirklich coolen Twist gab, den ich so nicht unbedingt erwartet hatte, und der einem der neuen Charaktere eine tragische Note verlieh. Was dem Film an pfiffigen Storytelling fehlt, macht jedoch das hohe Tempo, welches Fairy Tail: Dragon Cry von Beginn an vorlegt und bis zu seinem Bild gewaltigen Finale aufrecht halten kann, locker wieder wett. Tolle Action sowie eine ordentliche Prise Humor halten sich erstaunlich gut die Waage, sodass es einfach nie langweilig wird. Ich hatte schlicht eine ganze Menge Spaß sowie eine wirklich gute Zeit mit diesem kurzweiligen Fantasy-Abenteuer.

Spektakuläre Action und magische Musik

Das für den Film verantwortliche Studio A-1 Pictures, aus deren fähigen Händen ebenfalls der TV-Anime zu Fairy Tail stammt, war für Dragon Cry ganz offensichtlich hochgradig motiviert und legte in allen Belangen noch mindestens eine Schippe drauf. Die Charaktere strotzen genauso wie die liebevoll gezeichneten Umgebungen nur so vor vielen kleinen Details. Fairy Tail sah ohne Zweifel noch nie so gut aus, was besonders in den Action-Sequenzen zum Vorschein kommt, denn diese glänzen mit schönen Kamerafahrten sowie wuchtigen Choreographien. Wenn Natsu mit seinem Drachenfeuer ordentlich aufdreht und im Alleingang eine ganze Horde feindlicher Soldaten nach allen Regeln der Kunst zerlegt beziehungsweise fachgerecht durchbrät, dann ist das nicht nur herrlich geschmeidig animiert, sondern lässt den Zuschauer Dank des wuchtigen Sounds jeden heftigen Schlag spüren. Das richtige Highlight wartet natürlich im Finale des Films, wenn Natsu gegen einen wahrlich gigantischen Gegner sein ganzes Können unter Beweis stellen muss und dabei nicht nur seinem Feind, sondern in Anbetracht seiner schieren Zerstörungskraft sogar sich selbst sowie mir einen ordentlichen Schauer über den Rücken jagte.

Seit ich vor einigen Jahren zum ersten Mal eine Episode von Fairy Tail gesehen habe, war es um mich geschehen: Selten habe ich eine derart bezaubernde Musik in einer Serie gehört wie hier und ja, der Soundtrack dieses magischen Fantasy-Abenteuers gehört unzweifelhaft mit zum Besten, was ich jemals gehört habe. Gott sei Dank steht die musikalische Untermalung des Films jener der Serie in Nichts nach, weshalb man sich aufgrund der wunderschönen folkloristischen Klänge unweigerlich in dieser Welt verliert. Alles wirkt wie aus einem Guss und die eine oder vertraute Melodie, welche zwischenzeitlich ertönt, zauberte ein ums andere Mal ein Lächeln auf mein Gesicht. Wenn ihr bis jetzt noch nie ein Stück des Fairy Tail-Soundtrack gehört haben solltet, empfehle ich euch, dieses Versäumnis schnellstmöglich nachzuholen.

Zauberhafte Synchronsprecher und nicht ganz so zauberhafte Spoiler

KAZÉ bezeichnete Fairy Tail vor einiger Zeit als neues großes Herzensprojekt und das merkt man besonders den für die deutsche Fassung verpflichteten Sprechern, bei denen sich diverse große Namen der Branche die Klinke in die Hand geben. Dieser positive Trend aus der Serie setzt sich glücklicherweise nun in Fairy Tail: Dragon Cry fort, denn KAZÉ ließ sich wahrlich nicht lumpen und verpflichtete für die neuen Charaktere bekannte Sprecher, die man regelmäßig in großen Kinoproduktionen zu hören bekommt. Generell machen sämtliche Synchronschauspieler ihre Sache absolut hervorragend und sind spürbar mit ganz viel Herzblut bei der Sache; selbiges gilt für die Neuen im deutschen Cast. Caine wird von Engelbert von Nordhausen gesprochen, den ihr womöglich aus kleinen Produktionen wie Avengers: Infinity War kennt, in dem er Samuel L. Jackson seine markante Stimme leiht. König Animus wird hingegen von Gerrit Schmidt-Foß gesprochen, der deutschen Stimme von Leonardo DiCaprio. Ihr merkt also schon: Die deutsche Fassung von Dragon Cry kann sich absolut hören lassen.

Wer nicht vor hat, sich vor der Begutachtung von Fairy Tail: Dragon Cry durch die bisher veröffentlichten 277 Episoden zu wühlen, der kann beruhigt durchatmen, denn das Abenteuer funktioniert auch für sich alleine gesehen wunderbar und weiß sehr gut zu unterhalten. Die eine oder andere Anspielung sowie manch besonderer Moment werden dann zwar an einem vorbeigehen und womöglich ein großes Fragezeichen hinterlassen, dennoch kann man eine tolle Zeit mit diesem sympathischen Fantasy-Abenteuer haben. Möchte man Dragon Cry hingegen in seiner Gänze erfahren, sollte man unbedingt auf dem aktuellsten Stand des Anime sein beziehungsweise den Manga bis mindestens Kapitel 545 gelesen haben, da man sonst in Grund und Boden gespoilert wird. Darüber hinaus leitet Dragon Cry mit seiner Post-Credit-Scene den finalen Handlungsbogen des Anime ein und zeigt erstmals einen ganz besonderen Charakter, den wir in der TV-Serie bisher noch nie gesehen haben.

"Ich dachte, es wäre schön, einen Film [Dragon Cry] zu machen, den das Publikum genießen kann, ohne zu viel nachdenken zu müssen", sagte Fairy Tail-Schöpfer Hiro Mashima 2017 in einem Interview. Dieses Ziel, mit Fairy Tail: Dragon Cry einen geradelinigeren Film abzuliefern, welcher sich bedeutend mehr auf seine Action fokussiert, hat er zweifellos erreicht. Es war ein wundervolles Kino-Erlebnis und wirklich ein magischer Abend.

Diesen Monat, genauer am 28.08.2018, gehen die KAZÉ Anime Nights 2018 bereits in ihre 8. Runde. Diesmal geht es hinaus auf hohe See mit Black Butler: Book of the Atlantic :)

Habt ihr Fairy Tail: Dragon Cry ebenfalls gesehen und falls ja, wie gefiel euch der Film?

moviepilot Team
Amon Sven Raabe
folgen
du folgst
entfolgen
What? No chit-chat or monologue? Just gettin' right to the point, huh?
Deine Meinung zum Artikel Anime-Serien im Kino - Mein Abend mit Drachen, Feuer und Magie
70987142f3b94854b9c131b58e92641c