Die Star Trek-Filme wackeln so stark wie nie: Kommt ein 4. Teil noch?


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Seit Star Trek Beyond 2016 ins Kino kam, gab es wenige offizielle Aussagen zu Star Trek 4. Allerdings hat der Gerüchte-Replikator einige schmackhafte Spekulationen zubereitet, die aber allesamt nicht bestätigt sind. Nun meldete Deadline im Zusammenhang mit der Pilotepisode des Game of Thrones-Spin-offs, Star Trek 4 liege auf Eis, weswegen die für ihn vorgesehene Regisseurin S.J. Clarkson die Spin-off-Pilotepisode inszeniere. Wir fassen die Informationen und Gerüchte rund um Star Trek 4 für euch zusammen und bringen Licht in den Dschungel aus angekündigten Filmen.

Vor zweieinhalb Jahren: Die Ankündigung von Star Trek 4

Die offizielle Star Trek-Seite berichtete am 18.07.2016, dass Paramount die Pläne für Star Trek 4 bekanntgegeben hat. In ihm solle Chris Pine als Captain Kirk auf Chris Hemsworth als dessen Vater George Kirk treffen, der im Star Trek-Reboot von 2009 zu sehen war und dort sofort starb. Das Drehbuch stamme von J.D. Payne und Patrick McKay, die inoffiziell auch schon am Skript von Star Trek: Beyond beteiligt waren.

Im April 2018 gab Paramount CEO Jim Gianopulos bekannt, dass an gleich zwei neuen Star Trek-Filmen gearbeitet werde. Einer von ihnen war vermutlich das Star Trek-Projekt von Quentin Tarantino, der andere wohl Star Trek 4.

Die Regisseurin von Star Trek 4

Offiziell bekanntgegeben wurde die Verpflichtung von S.J. Clarkson (Marvel's Jessica Jones) für Star Trek 4 bisher nicht. Im April 2018 meldete Variety, Clarkson würde beim Sequel Regie führen, Paramount habe dies aber nicht kommentiert. Während Deadline nun schreibt, wegen der Zurückstellung von Star Trek 4 sei sie als Regisseurin für die Game of Thrones-Spin-off-Pilotfolge verfügbar, nennt HBO bei Clarkson weiterhin den "nächsten Star Trek-Film" als eines ihrer Projekte. Da sie bisher nicht offiziell verpflichtet wurde, ist sie also auch nicht offiziell entlassen.

Die Handlung von Star Trek 4

Über die Handlung von Star Trek 4 gibt es außer dem Zusammentreffen von Kirk und seinem Vater noch keine offiziellen oder inoffiziellen Informationen. Wenn Kirk aber seinem eigentlich verstorbenen Vater begegnet, liegt es nahe, dass Zeitreisen in Star Trek 4 eine Rolle spielen.

Die Gehaltsverhandlungen von Chris Pine und Chris Hemsworth

Neben Chris Pine sollte für Star Trek 4 auch Chris Hemsworth zurückkehren. Im August 2018 berichteten wir allerdings, dass beide laut dem Hollywood Reporter die Gehaltsverhandlungen abgebrochen haben. Als Chris Hemsworth 2009 in Star Trek zu sehen war, kannte ihn noch niemand, heute ist er nicht nur wegen seiner Rolle als Thor im MCU einer der größten Namen Hollywoods. Auch Chris Pine kann als Steve Trevor im DCEU ein weiteres Franchise vorweisen. Beiden habe Paramount aber eine Gehaltskürzung gegenüber vorigen Vereinbarungen in Aussicht gestellt.

Die restliche Besetzung von Star Trek 4

Bei der Ankündigung von Star Trek 4 im Jahr 2016 hieß es, auch der Rest der Besetzung neben Chris Pine und Chris Hemsworth werde "vermutlich" zurückkehren. Für die Rolle von Pavel Chekov wird es laut J.J. Abrams allerdings keinen neuen Schauspieler geben, um das Andenken an Anton Yelchin zu wahren, der 2016 bei einem Autounfall ums Leben kam. Im Hollywood Reporter-Artikel zu den gescheiterten Gehaltsverhandlungen mit Pine und Hemsworth hieß es, mit Zoe Saldana, Zachary Quinto, Karl Urban, Simon Pegg und John Cho hätten danach Verhandlungen stattfinden sollen. Im August 2018 sagte Urban, sie würden noch auf die Verhandlungen warten.

Schon im Juli 2018 berichteten wir von Gerüchten, Regisseurin S.J. Clarkson suche nach Darstellerinnen für eine Schurkin und eine Verbündete. Eine der beiden Rollen könne Danai Gurira aus The Walking Dead übernehmen.

Warum dieses Kuddelmuddel um Star Trek 4?

Der bisher letzte Film der Star Trek-Reboot-Reihe, Star Trek Beyond, hat an den weltweiten Kinokassen nicht so abgeschnitten, wie sich Paramount dies gewünscht hat. Einem Budget von 185 Millionen US-Dollar, so Box Office Mojo, stehen weltweite Einnahmen von lediglich 343,5 Millionen gegenüber. Bedenkt man, dass zum Produktionsbudget zumeist Werbekosten in gleicher Höhe hinzukommen, hätte der Film 370 Millionen einspielen müssen, um kein Verlustgeschäft zu werden, von einem Gewinn ganz zu schweigen. Auch hat Beyond am wenigsten von allen drei neuen Star Trek-Filmen eingenommen, das Zuschauerinteresse sinkt also.

Die Einnahmen außerhalb Nordamerikas waren mit 184,6 Millionen zudem nur unwesentlich höher als die heimischen mit 158,8, während die Filme des MCU und DCEU einen Großteil ihres Geldes im Ausland einspielen. Dies dürfte dazu beitragen, dass Paramount die Stars nicht frühzeitig mit hohen Summen bindet, sondern erst einmal abwartet und auch andere Optionen prüft. Schließlich ist der Tarantino-Star-Trek-Film irgendwie noch in Arbeit, auch Simon Pegg und Doug Jung entwickelten ein Skript.

Wie Screen Crush anmerkt, stellt zudem das Auftauchen von Spock in der 2. Staffel von Star Trek: Discovery einen weiteren möglichen Minuspunkt für die Kinofilme dar: Wenn es Spock schon zu Hause zu sehen gibt, wozu dann noch ins Kino gehen? Zumal die Reboot-Filme auch zu einer ähnlichen Zeit wie Discovery spielen (wenn auch in einer anderen Timeline), wie unsere Timeline aller Star Trek-Filme und Serien zeigt.

Außerdem ist für Ende 2019 eine neue Serie um Jean-Luc Picard geplant, daneben sollen noch zahlreiche weitere Star Trek-Serien folgen. Dem ohnehin schon schwindenden Interesse an der Kinofilm-Reihe dürfte dies einen weiteren Dämpfer verpassen.

Wünscht ihr euch einen 4. Film der Star Trek-Reboot-Reihe?

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