The Walking Dead - Frank Darabont verklagt AMC um weitere zehn Millionen Dollar


Frank Darabont am Set von The Walking Dead
© AMC
Frank Darabont am Set von The Walking Dead

Frank Darabont, der The Walking Dead als Serie ins Leben rief und während der ersten anderthalb Staffeln Showrunner war, hat laut Variety eine weitere Klage gegen AMC eingereicht. Er und der Sender befinden sich seit 2013 im Rechtsstreit. Darabont forderte bis zur aktuellen Klage 280 Millionen US-Dollar von AMC, nun kommen zehn weitere dazu. Die neue Klage beinhaltet unter anderem den Vorwurf, dass AMC nur 20 Prozent des Gewinns angegeben hat, den der Sender 2014 durch einen Deal mit Apple machte.

Die Rechtslage, auf die Darabont und seine Anwälte sich bei der Errechnung der 280 Millionen stützen, ist nicht unkompliziert. Normalerweise werden die Produzenten einer Serie anteilsweise von der Summe bezahlt, die ein Sender an das Produktionsstudio für die Rechte überträgt. Im Falle von The Walking Dead ist AMC jedoch sowohl Sender als auch Produzent der Serie, sodass der Kauf der Senderechte entfällt. In solch einem Fall wird ein vermeintlicher Kauf der Rechte hypothetisch kalkuliert und die Produzenten von dieser Summe bezahlt. Darabont und seine Anwälte werfen AMC vor, diese Summen nicht nur absichtig tief kalkuliert zu haben, sondern Walking Dead-Rechte an diverse Tochterunternehmen bewusst unter Wert verkauft zu haben, um Darabont nicht die ihm rechtmäßig zustehende Summe auszahlen zu müssen.

Die aktuelle Klage stützt sich auch auf eine neue Beweislage, die im Zuge von Robert Kirkmans Klage gegen AMC - in der ähnliche Vorwürfe erhoben werden - zutage getreten ist. So sei in Kirkmans Vertrag eben jene Stelle des Rechteverkaufs an sich selbst geändert worden: Kirkman werde im Gegensatz zu Darabont eben nicht nach wie auch immer kalkulierten, sondern nach den tatsächlichen Zahlen, die The Walking Dead einbringt, vergütet. Einerseits beweise dies, dass AMC mit dieser Änderung ihre zwielichtigen Zahlenspielereien in Darabonts Vertrag änderte, um die illegalen Machenschaften zu verdecken. Andererseits verstoße dies gegen eine Klausel in Darabonts Vertrag, laut der kein anderer Produzent der Serie einen vorteilhafteren Vertrag beben ihm bekommen dürfe. Dies sei im Falle von Robert Kirkman jedoch eindeutig der Fall.

AMC reagiert auf die Klage wie üblich kämpferisch. Ihre Anwälte veröffentlichten ein Statement, in der sie die "Gier" der Kläger anprangern, die "im Herzen der Klage" stehe und "überhaupt keine Rücksicht auf Verträge, Klienten, Fairness oder gar geringsten Anstand" nehme. Zuvor diskreditierte der Sender auch Robert Kirkmans Klage als "haltlos" und "opportunistisch".

moviepilot Team
Pfizze Sven Pfizenmaier
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