We Are Venom

Venom - Meine 7 liebsten Easter Eggs


Eddy Brock/Venom
© Sony, Marvel
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Amon Sven Raabe
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Achtung, es folgen Spoiler zu Venom: Seit Mittwoch kämpft und vor allem frisst sich Venom, einer der Erzfeinde unserer freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft, durch unsere Kinosäle. Tom Hardy ist dabei als Reporter Eddy Brock der zwielichtigen Life Foundation auf der Spur, die Experimente mit Aliens an Menschen durchführt. Durch einen unglücklichen Zufall verbindet sich einer der Symbionten genannten Außerirdischen mit unserem Held wider Willen und fortan versuchen sie als Venom, die Welt zu retten. Wie wir es von Comic-Adaptionen mittlerweile gewohnt sind, versteckt sich natürlich auch im Film unseres Köpfe fressenden Antihelden das eine oder andere Easter Egg. Meine 7 liebsten dieser mal kleineren, mal größeren Anspielungen möchte ich euch in den folgenden Zeilen vorstellen.

Platz 7.) Astronaut Jameson

In der Eröffnungssequenz des Films sehen wir ein Raumschiff der Life Foundation, welches beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre Probleme bekommt und anschließend äußerst unsanft auf dem Boden aufschlägt. Fast alle Astronauten kommen bei diesem Unfall ums Leben, bis auf einen: Jameson.

Dieser Name wurde von den Machern des Films sicherlich nicht ganz zufällig gewählt, verweist er doch auf John Jameson, welcher in den Comics ebenfalls Astronaut ist. Darüber hinaus handelt es sich bei ihm außerdem um den Sohn von Peter Parkers Chef beim Daily Bugle, J. Jonah Jameson.

Platz 6.) Venoms Appetit

Nachdem es sich der Symbiont in Eddys Körper gemütlich gemacht hat, verspürt unser Protagonist, nun ja, sagen wir, eigentümliche Gelüste. Er stopft allerlei verschiedenes Zeug in sich hinein, von tiefgefrorenen Kartoffeln über angeknabbertes Hühnchen und rohen Hummer bis hin zu Schokolade. Venoms Appetit verweist auf die Comic-Geschichte Venom: The Hunger (1996), in welcher der Hunger des Aliens auf menschliche Gehirne erwacht.

Dies lässt sich übrigens wissenschaftlich erklären, denn Venom verlangt es nach Phenylethylamin, welches sich nicht nur im menschlichen Gehirn nachweisen ließ, sondern ebenfalls in Schokolade sowie einigen Schalentieren.

Platz 5.) Eddys Vergangenheit in New York City

Im ersten Akt des Films erfahren wir durch ein Gespräch zwischen Eddy und seiner Verlobten Anne, was unseren Protagonisten von New York City nach San Francisco verschlagen hatte. In der Stadt, die niemals schläft, arbeitete Eddy bis zu einem ominösen Vorfall für den Daily Globe, ein Konkurrenzblatt des Daily Bugle, für den Peter Parker tätig ist. Im Rahmen der Sin-Eater-Storyline (The Spectacular Spider-Man #107; 1985) verlor Eddy seinen Job beim Globe und machte dafür Spider-Man verantwortlich.

Die Erwähnung des Globe ist übrigens nicht die einzige Anspielung auf Eddys einstigen Arbeitgeber, denn nachdem sich unser Held einige Zeit nach besagtem Abendessen erneut ohne Anstellung wiederfindet, führt er auf der Suche nach einem neuen Job einige Telefonate. Ein Name auf seiner Liste ist hierbei Barney Bushkin, sein ehemaliger Boss beim Daily Globe.

Platz 4.) She-Venom

Okay, ab hier betreten wir nun die Spoiler-Zone, weshalb ihr wirklich nur dann weiterlesen solltet, wenn ihr Venom bereits gesehen habt. Im Laufe des Films erfährt Eddy, dass sein Körper ernsthaften Schaden durch die Verbindung mit Venom nimmt; der Symbiont frisst ihn innerlich auf. Um sein Leben zu retten, werden Eddy und Venom gewaltsam voneinander getrennt. Doch natürlich kann dies nicht ewig so bleiben. Um erneut mit Eddy zu verschmelzen, nutzt Venom Anne Weying als neuen menschlichen Wirt.

Dies ist übrigens nicht die erste Vereinigung von Venom und Anne, denn im Rahmen der Sinner Takes All-Storyline (1995) übernahm der Symbiont ebenfalls ihren Körper. Allerdings waren die Umstände hierbei etwas anders als im Film. Anne wurde vom Sin-Eater lebensbedrohlich verwundet und Venom verschmolz mit ihr, um ihr Leben zu retten. Anschließend veranstaltete sie, ähnlich wie im Film, ein wahres Blutbad. Die Erinnerungen an jene Tat lassen sie nicht mehr los, weshalb sie sich in The Amazing Spider-Man #19 (2000) das Leben nimmt.

Platz 3.) In einem anderen Universum...

Wer bis ganz zum Ende sitzen blieb, wurde mit einer kleinen Vorschau auf den Ende des Jahres startenden Animationsfilm Spider-Man: Into the Spider-Verse belohnt. In diesem begleiten wir Miles Morales, welcher nach dem Tode Peter Parkers zum neuen Spider-Man wurde, auf seinem ersten großen Abenteuer. Wie der Titel bereits vermuten lässt, bleibt unser junger Held hierbei nicht allein, denn er bekommt Unterstützung von Spider-Men und -Women aus anderen Universen, welche parallel zu seinem eigenen existieren.

Besagte Szene dürfte uns den Anfang von Spider-Man: Into the Spider-Verse zeigen und somit jenen Moment, an dem Miles einen Peter Parker aus einem anderen Universum kennenlernt. Apropos Universum: Besonders interessant ist, wie in den Bonus-Clip eingeführt wird, dies geschieht nämlich mit den Worten "Derweil in einem anderen Universum...". Marvel verfügt über ein gewaltiges Multiversum, aus dem sich Into the Spider-Verse bedienen wird, und womöglich könnten wir, einen entsprechenden Erfolg vorausgesetzt, in einer Fortsetzung Tom Hardys Eddy Brock Seite an Seite mit Miles Morales sehen.

Platz 2.) Ein Gemetzel à la Carnage

Die Mid-Credit-Szene von Venom zeigt uns Eddy auf dem Weg in ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem er ein Interview führen soll. Fans der Comic-Vorlage dürften schnell erraten haben, mit wem sich Eddy unterhalten darf: dem hochgradig gefährlichen Serienmörder Cletus Kasady (erster Auftritt: The Amazing Spider-Man #344; 1991). Dieser möchte unseren Helden besser sehen und bittet ihn, näher an die Zelle heranzutreten. Anschließend verspricht Kasady Eddy ein wahres Gemetzel, sobald er dem Gefängnis entfliehen kann. Diese Szene ist eine eindeutige Anspielung auf den Charakter Carnage (deutsch: Gemetzel), welcher in der Comic-Vorlage bereits sowohl gegen Spider-Man als auch Venom kämpfte.

In den Comics verbindet sich ein Abkömmling des Symbionten Venom mit Cletus Kasady, indem er durch eine kleine Wunde in dessen Körper eindringt. Anschließend verbindet sich der Symbiont mit Kasadys Blut, wodurch das Wesen eine bedrohliche rote Farbe annimmt. Dies markiert gleichzeitig die Geburtsstunde des Schurken Carnage (erster Auftritt: The Amazing Spider-Man #360; 1992), einer größeren, stärkeren sowie gefährlicheren Version Venoms. Cletus' Willkommensgruß an Eddy zu Beginn dieser Szene ist übrigens ebenfalls eine Anspielung auf die Comics, denn Carnage schreibt nach jedem Mord mit seinem eigenen Blut "Carnage Rules" an eine Wand.

Wie ihr es aus meinen bisherigen Easter Eggs-Artikeln kennt, gibt es natürlich auch an dieser Stelle wieder einige Lobenswerte Erwähnungen:

Anwaltskanzlei Michelinie and McFarlane, Carlton Drakes Ziel, Kryptonit, Riot zerreißt Venoms Maske, Ron Lim Herbal, Schueller Building, Stan Lee-Cameo, Venom übernimmt einen Hund

Platz 1.) Venom

Da Venom leider (vorerst) ohne die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft auskommen muss, wurde der Ursprung des späteren Antihelden für den Film abgewandelt. Doch natürlich sind noch immer einige Referenzen an Venoms Comic-Ursprung in diesem Werk enthalten. Da hätten wir, wie bei Platz 6 bereits erwähnt, beispielsweise Venoms sehr eigenwilligen Appetit. Darüber hinaus besitzt der Film-Venom dieselben Schwächen wie sein Comic-Gegenstück, genauer eine Anfälligkeit gegen hochfrequente Töne sowie Feuer.

Bei Venoms Herkunft orientierten sich die Macher indes an den klassischen Comic-Geschichten, so handelt es sich bei den Symbionten um sogenannte Klyntar, eine Spezies aus den Tiefen des Alls. In späteren Comics wurde dieser Hintergrund mehrfach überarbeitet, so entstanden Venom und seine "Geschwister" im Ultimate-Universum künstlich im Labor, um eines Tages Krebs heilen zu können. In den aktuellsten Comics wurde indes enthüllt, wie unter anderem IGN US meldete, die Klyntar wurden von Knull, dem Gott der Symbionten, erschaffen, welcher älter als das Universum selbst ist. Er befindet sich seit dem Urknall im Krieg mit den Celestials, für den Knull besonders mächtige Waffen aus Teilen seines eigenen Körpers erschuf: das Schwert All-Black sowie die Symbionten. Die Anfälligkeit der Klyntar gegenüber Schall und Feuer rührt aus den frühsten Tagen ihrer Existenz her, erinnert sie dies doch an die Erschaffung der ersten ihrer Art.

Der Name Klyntar bedeutet übersetzt übrigens soviel wie "Gefängnis", denn als ein solches fungiert die Heimatwelt der Symbionten, befindet sich dort doch Knulls wahrer Körper. Wo wir schon bei Venoms wahrer Heimat sind: Im finalen Akt des Films wird offenbart, Riot beabsichtige, weitere seiner Art auf die Erde zu holen, um die Menschheit auszulöschen. Dieser Plan verweist auf das fünfteilige Comic-Event Planet of the Symbiotes (1995), in welchem sich Spider-Man, Scarlet Spider und Venom verbünden, um Carnage sowie eine gewaltige Symbionten-Armee aufzuhalten. Wie in dieser Geschichte verrät Venom seine eigene Art, um die Erde zu beschützen. Das Alien offenbart Eddy in diesen Momenten im Film zudem, auf seiner Heimatwelt sei auch Venom selbst ein Loser gewesen, doch nicht, weil er so schwach war. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen wollte Venom nie seine Wirte verschlingen, sondern strebte stets nach einer perfekten Symbiose. Aus diesem Grund wurde Venom von den anderen Symbionten für krank erklärt und eingesperrt.

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